Wärmezufuhr bei kranken VögelnVögel haben generell eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere. Die normale Körpertemperatur der meisten Arten liegt zwischen 40 und 42 °Celsius. Kranke Vögel können ihre Körpertemperatur nicht aus eigener Kraft halten und sind deshalb auf äußere Wärmequellen angewiesen. In der Praxis bewährt hat sich besonders das sogenannte Rotlicht, welches in den meisten Haushalten vorhanden ist. Egal, um welchen Patienten es sich handelt, es ist wichtig, dass der Vogel die Möglichkeit hat, dem Licht auszuweichen, wenn es ihm zu warm wird.
Wärmebestrahlung bei Küken Das oder die Tiere werden am besten in einem Karton oder Käfig bestrahlt, welcher mit einem alten, sauberen Handtuch ausgepolstert ist. Über dieses Handtuch kann man auch zusätzlich Küchenpapier legen, das erleichtert erstens die schnelle Reinigung und ist auch geeignet, wenn es gilt, Kotproben für den Tierarzt zu sammeln. Das Rotlicht so hoch über dem Behältnis mit dem Küken anbringen, dass die Temperatur auf dem Boden der Schachtel bzw. des Käfigs ca. 30- 32 °Celsius beträgt. Ein abwaschbares Thermometer auf den Boden des Behältnisses legen, damit die Temperatur laufend kontrolliert werden kann. Mit zunehmendem (Feder)wachstum kann die Bestrahlung langsam reduziert und schließlich ganz eingestellt werden.
Bei verletzten oder unter Schock stehenden Vögeln wird prinzipiell ähnlich verfahren. Die Bestrahlung wird beendet, sobald der Vogel einen erholten Eindruck macht. Die Vögel sollten während der Bestrahlung vor Austrocknung geschützt werden; um das zu verhindern, stellt man eine gefüllte, flache Wasserschale zwischen Wärmequelle und Vogel bzw. zwischen Karton und Wärmequelle.
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