Glossar_I_J_K

I

 

Imponierverhalten: Eine Verhaltensweise, die aus einer Reihe von Bewegungsabläufen besteht. Mit Hilfe dieser Bewegungsabläufe sollen ein anderer Vogel oder mehrere Vögel  beeindruckt werden. Dazu gehört beispielsweise, dass  sich der Vogel durch Aufstellen der Stirnfedern, Hochrecken des Körpers und gleichzeitigem Trippeln größer macht. Auch Klopfen des Schnabels auf einen Gegenstand oder Wetzen des Schnabels  dient als Imponiergehabe. Der genaue Ablauf des Imponiergehabes hängt von seinem Zweck ab (Bsp. Einschüchterung eines Rivalen oder Beeindrucken eines Weibchens.

 

Inos: Begriff, der Albinos und Lutinos zusammenfasst.

 

 

J

 

Juvenil: lat. Jugendlich; als juvenile Vögel bezeichnet man Vögel oder andere Tiere, die noch nicht geschlechtsreif sind.

 

 

K

 

Kloake: After eines Vogels. Beim Vogel gleichzeitig die Öffnung zum Kotabsatz, Eiablage und Fortpflanzung. Bei der Paarung reiben der weibliche und der männliche Vogel ihre Kloaken aneinander, so dass bei der Ejakulation der Samen des männlichen Vogels in den Eileiter gelangt.

 

Konfliktverhalten: Gerät der Vogel in eine Situation, in der zwei gegensätzliche Gefühlslagen aufeinander treffen, kommt es zum Konfliktverhalten. Wenn zum Beispiel ein neues Vogelspielzeug im Käfig angebracht wurde so ist der Vogel einerseits neugierig und andererseits ängstlich; halten sich dann beide Empfindungen im Gleichgewicht, wird der Vogel in dieser Situation ein Verhalten zeigen, das gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun hat (Übersprungshandlung) z. B. Fressen oder Putzen.

 

Kopulation: Geschlechtliche Vereinigung bei Vögeln. Nach einer Sozialphase zeigt das Wellensittichweibchen seine Bereitschaft zur Paarung, in dem es den Rücken durchbiegt und sich so dem Männchen anbietet. Das Männchen steigt daraufhin auf den Rücken des Weibchens und beide Vögel reiben ihre Kloaken aufeinander, so dass bei der Ejakulation des Männchens der Samen direkt in die Kloake des Weibchens und von dort in den Eileiter gelangt. Bei Vögeln wird der Vorgang der Kopulation auch als Treten bezeichnet.

 

Krallenschneiden: Ein gesunder Vogel ist bei tiergerechter Käfigeinrichtung durchaus selbst in der Lage, seine Krallen kurz zu halten. Mit zunehmendem Alter oder bei bestimmten Erkrankungen kann es jedoch zu übermäßigem Schnabel- und Krallenwachstum kommen. Damit der Vogel infolge der langen Krallen nicht irgendwo hängenbleibt und sich verletzt, sollte man immer einen Blick auf die Krallen werfen. Sind sie zu lang, dann ist es am sichersten, den Tierarzt aufzusuchen, um sie schneiden zu lassen. Wenn man viel Erfahrung hat und die Blutgefäße in der Kralle gut zu sehen sind, kann man die Krallen aber auch zuhause schneiden. Vorher sollte man sich aber beim Tierarzt erklären lassen, worauf es beim Krallenschneiden ankommt. Außerdem sollte man vorsichtshalber blutstillende Watte bereitliegen haben, falls doch ein Blutstropfen fließt.